Demenz

Ein paar Fakten

Im Jahr 2013 wurden 71 Prozent der 2,6 Millionen pflegebedürftigen Personen in Deutschland zu Hause betreut, mehrheitlich allein durch Angehörige (siehe hierzu auch das Demografieportal der Bundesregierung ).

 

Selbst von den über 90-jährigen Pflegebedürftigen lebt mehr als jeder zweite zu Hause und wird durch Angehörige oder ambulante Pflegedienste versorgt.

 

Diese Zahlen verdeutlichen, dass sehr viele Angehörige beträchtliche körperliche und psychische Belastungen zu bewältigen haben. Daher habe ich einen meiner Schwerpunkte auf die Unterstützung und Begleitung auf Familien mit Demenz und die damit verbunden Herausforderungen für die Angehörigen gelegt.

Erkrankung

Von der umgangssprachlich genannten Erkrankung „Demenz“ spricht man, wenn der Abbau vorhandener kognitiver Fähigkeiten und ggf. Wesensveränderungen als Folge von Gehirnabbau bzw. Schädigungen des Gehirnes auftreten.

Demenz kann bei vielen organischen Krankheiten auftreten. Am bekanntesten und auch häufigsten ist Morbus Alzheimer.

 

Vor dem 65. Lebensjahr ist diese Erkrankung ausgesprochen selten, weshalb Mediziner und Altersforscher von Demenz als einer typischen Alterserkrankung sprechen.

 

An Demenz erkrankte Menschen verlieren mit Fortschreiten der Erkrankung immer mehr kognitive Fähigkeiten, die sie in der Alltagsbewältigung benötigen. Häufig ist die Erkrankung mit Wesensveränderungen verbunden.

Was bedeutet Demenz für die Angehörigen?

Mit Fortschreiten der Demenz benötigen die Betroffenen immer mehr Betreuung und Pflege. Häufig wird die Pflege von Angehörigen zu Hause übernommen.

 

Der Aufwand für die Betreuung ist hierbei sehr unterschiedlich, die Pflege kann viel Zeit und Energie beanspruchen: bei fortgeschrittener Demenz der betreuten Person über zehn Stunden täglich – also mehr als eine Vollzeitbeschäftigung.

 

Im Demenz-Report 2011 des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung wird deutlich, welche Hoffnung darauf gesetzt wird, dass ein Teil der Pflege von den Angehörigen übernommen werden kann bzw. sogar muss.

 

Wer sich um Angehörige oder Mitmenschen mit Demenz kümmert, ist besonders belastet. Viele Studien haben diese Belastungen dokumentiert, die jene bei der Betreuung rein körperlich Pflegebedürftiger deutlich übersteigen.

 

Dabei können allein schon die körperlichen Belastungen zu Erschöpfung führen. Hinzu kommen die psychischen Belastungen: Vor allem für Ehepartner und Kinder ist es oft schwer zu ertragen, dass die vertraute Persönlichkeit und die Beziehung allmählich verloren gehen.

Begleitung und Unterstützung

bedeuten Prävention!