Systemische Therapie

Grundsätzlich stellt jede Psychotherapie den Versuch dar, die Gesundheit des Klienten wiederherzustellen bzw. dessen Leid zu mindern. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie biete ich auch systemische Psychotherapie an.

 

Die systemische Therapie vertieft den Prozess der systemischen Beratung. Sie zählt zu den vier in Deutschland wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren.

Beziehungsmuster ändern

Die systemische Therapie unterstützt bei der Heilung von psychischer und psychosomatischer Probleme und Störungen. Psychische Störungen werden als ein Teil von Beziehungsmustern gesehen, die für den Betroffenen krankmachend wirken. Dies kann Beziehungen sowohl aus dem privaten Bereich als auch den beruflichen Kontext betreffen.

 

Daher werden in der Therapie, wie auch in der Beratung, das gesamte System und seine Zusammenhänge betrachtet. Oft sind daher die Übergänge von Beratung zu Therapie fließend.

 

Entsprechend einer der systemischen Grundannahmen von Virginia Satir kann sich jeder Mensch, unabhängig von den äußeren Randbedingungen, innerlich weiter entwickeln. Entfalten sich Menschen nicht weiter, werden sie unter Umständen krank, weil sie zum Beispiel Schuldgefühle bekommen oder auch einen Mangel an Intimität, Produktivität und Freude in Kauf nehmen müssen.

 

Wenn Menschen seelisch krank werden, geschieht dies häufig in einem sehr langsamen und unbemerkten Prozess. Menschen können sehr leidensfähig und auch anpassungsfähig sein. Für die äußere Umwelt ist ihr inneres Leid oft nicht erkennbar, da sie „funktionieren“ und ihre Aufgaben erfüllen, ohne sich zu beschweren.

 

Doch das Leben eines Menschen bedeutet mehr, als Schmerzen zu ertragen oder zu überleben.

Potentiale stärken

In der Systemischen Therapie, wie auch bei anderen humanistischen Vertretern der Psychotherapie (zum Beispiel Abraham Maslow oder Carl Rogers), geht man von einem inneren Gefühl der Stärke und Motivation des Menschen aus.

 

Dieses Potential treibt Menschen an und ermöglicht es ihnen, ihr Leben zu bewältigen und innerlich zu wachsen. Im Rahmen einer systemischen Therapie werden dieses Potential und die damit verbundenen Selbstheilungskräfte des Menschen aktiviert und gestärkt.

 

Das Bewusstsein des Menschen wird dadurch gefördert und erweitert, so kann er seine Kräfte und sein gesamtes Potential für die Gestaltung seines Lebens nutzen.

Sinnvoll für…

Mein Angebot für die Psychotherapie richtet sich an Klienten, die sich „krank fühlen“ und darunter leiden, dies jedoch vielleicht noch nicht in Worte fassen können oder auch bereits von ihrem Hausarzt eine „Vorab-Diagnose“ oder Vermutung bezüglich einer Erkrankung bekommen haben.

 

Eine psychiatrische Diagnose entsprechend den geltenden medizinischen Richtlinien ist erst nach umfangreicher Erfassung aller vorliegenden Beschwerden und der gesamten Krankengeschichte möglich. Dazu wird eine ausführliche sog. „Anamnese“ durchgeführt.


Medizinische Einsatzgebiete und wissenschaftliche Anerkennung

Es gibt mittlerweile neben der bekannten, "klassischen" tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der Verhaltenstherapie noch viele weitere Psychotherapieformen. Systemische Therapie  zählt zu den vier in Deutschland wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren.

 

Viele interessierte Leser sind über die Therapieform "Systemische Therapie" und deren wissenschaftlichen Wirksamkeit noch nicht so umfassend informiert, wie sie es für eine Entscheidungsfindung gerne wären. Daher habe ich eine kurze Information bezüglich der wissenschaftlichen Anerkennung zusammengestellt.

 

Zuständig für die Anerkennung von Therapieverfahren ist der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie.

 

"Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie hat gemäß den anzuwendenden Beurteilungskriterien die wissenschaftliche Anerkennung der Systemischen Therapie bei Erwachsenen für die folgenden Anwendungsbereiche festgestellt:

  • Affektive Störungen (F3),
  • Essstörungen (F50),
  • Psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten (F54),
  • Abhängigkeiten und Missbrauch (F1, F55),
  • Schizophrenie und wahnhafte Störungen (F2)"

(Auszug aus dem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie zur Systemischen Therapie vom 14. Dezember 2008)